Gluck Gluck

Eine liebevoll kuratierte Messe, eine geschmackvolle Cantina und ein lebendiges Rahmenprogramm – GLUCK GLUCK ist Hamburgs Liebeserklärung an den Naturwein. Ein eintägiges Festival, bei dem ins Glas kommt, was mit Respekt für die Natur, handwerklicher Sorgfalt und echtem Charakter entsteht. 50 Winzer:innen aus ganz Europa, die nachhaltig arbeiten und ihre Weinberge langfristig denken, begegnen Gastronom:innen, Sommelières und Sommeliers, Händler:innen und bewussten Genießer:innen. Alle verbindet die Freude am Produkt, die Haltung zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und der Wunsch, ein lebendiges Netzwerk aufzubauen. Kein Blabla, nur purer Geschmack und reiner Wein.

GLUCK GLUCK ist entstanden aus der gemeinsamen Leidenschaft von Raoul Scheimeister, Hamburgs Genussexperte und Gründer der Feinkost- und Weinhandlung Tranquillo, Vanda Molnar, Weinbotschafterin und Slowfood-Gastronomin, Onur Elci, Koch, Gastgeber und Fixstern der hanseatischen Genusskultur, sowie Liya Smekun, Marketingexpertin und Community Builderin.

Programm

11 – 13 Uhr

Für Gastro Kund:innen

GLUCK GLUCK öffnet das Kirchenportal für Fachbesucher:innen aus Gastronomie und Handel.

13 – 20 UHr

Für Genießer:innen

Offene Verkostung für alle Naturwein-Genießer:innen.

Cantina

12 – 22 Uhr

Den ganzen Tag über werdet ihr in unserer Cantina mit heißen und erfrischenden Köstlichkeiten versorgt. Hier könnt ihr auch ohne Ticket schlemmen und Naturwein verköstigen.

Tickets

1 Tag, 50 Winzer:innen, über 200 Weine und 2 Ticketkategorien.

Für Genießer:innen!

Zwischen 13 und 20 Uhr gehört die Kulturkirche allen, die Naturwein lieben – oder eine völlig neue Geschmackswelt kennenlernen wollen.

Mit dem Genießer:innen-Ticket könnt ihr die Vielfalt von über 50 Winzer:innen entdecken – von nachhaltig arbeitenden, biozertifizierten Weingütern bis zu landwirtschaftlichen Höfen, die ihren Weinbau im Einklang mit der Natur pflegen. Ihr könnt euch frei durch alle Stände probieren und nach Lust und Laune mit den Produzent:innen sprechen. Zwischendurch lädt die Festival-Cantina im Kirchgarten zum Durchatmen ein.
Kulinarisches und Getränke in der Cantina sind nicht im Ticket enthalten.

Für Gastro Kund:innen!

Von 11 bis 13 Uhr gehört GLUCK GLUCK den Profis. Gastronom:innen, Sommelières und Sommeliers, sowie Händler:innen bekommen exklusiven Zugang.

In diesem Zeitfenster, vor der allgemeinen Öffnung, könnt ihr in Ruhe verkosten und euch einen Überblick für eure Menüs und Sortimente verschaffen. Mit den Winzer:innen direkt ins Gespräch kommen und Fragen zu Jahrgängen, Verfügbarkeit und Konditionen klären. Die Teilnahme ist Fachbesucher:innen vorbehalten.
Meldet euch über das Formular an – 
wir bestätigen euch eure Profi-Tickets per E-Mail.

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Location

Die Kulturkirche Altona – Ein Ort für Begegnungen. Die imposante Kirche in der Max-Brauer-Allee verfügt nicht nur über eine beeindruckende Architektur und einen pittoresken Garten, sondern auch über eine bewegte Geschichte. 1873 als Sankt Johannis in Altona erbaut, 1994 nach Brandstiftung schwer beschädigt, steht sie seit 1998 als Kulturkirche für mannigfaltige Veranstaltungen zur Verfügung.

Grundriss Kulturkirche

Unsere Gluck Gluck
Winzer:innen

Kuratierte Vielfalt, unterschiedliche Regionen, charaktervolle Böden, klare Handschriften. Von vertrauten Stilen bis zu mutigen Interpretationen – immer sorgfältig und ehrlich gemacht.

Weingut
Land/Region
Slowakei / Unteres Waaggebiet
Slobodné

Slobodné Vinárstvo bewirtschaftet in Zemianske Sady rund 17 ha kalkreicher Spärocken-Weinberge – ökologisch und biodynamisch, getragen von einer Familien­tradition seit 1912. Ihre Weine entstehen im Einklang mit Natur und Handwerk: spontan vergoren, ohne Enzyme oder Technik, minimal geschwefelt – charakterstark, ungeschminkt und frei gedacht, mit klar spürbarem Ausdruck des Bodens.

Slobodné
Slowakei / Kleine Karpaten
Barnáková

Zuzana Barnáková bewirtschaftet historische Weinlagen am Rand der westlichen Karpaten und engagiert sich für deren Erhalt gegen zunehmende Bebauung – mit einem naturnahen Ansatz, der Studium, Intuition und tiefen Respekt vor dem Land verbindet. Ihre Weine reifen mindestens 24 Monate, entstehen spontan und minimal beeinflusst und spiegeln die Ruhe, Klarheit und Jahreszeitenkraft wider, die sie als Kern des Weinmachens versteht.

Barnáková
Slowenien / Unterposavje
Keltis

Keltis ist ein biodynamisch arbeitendes Weingut in Bizeljsko in Slowenien, geführt von Miha Kelhar gemeinsam mit seinem Vater Marian. Auf rund 5 Hektar Rebfläche arbeiten sie im Einklang mit natürlichen Zyklen und einer langen regionalen Weinbautradition an der Schnittstelle zwischen alpinem und mediterranem Klima. Die Weine entstehen mit minimalen Eingriffen, spontaner Gärung und ohne Filtration – lebendig, präzise und klar im Ausdruck, getragen von Boden, Jahrgang und einer ruhigen, handwerklichen Handschrift.

Keltis
Slowakei / Kleine Karpaten
Milovin

Milovín ist ein Naturwein-Weingut aus der Westslowakei, geführt von zwei Brüdern, die rund 4–5 Hektar alte Weinberge in den Ausläufern der Kleinen Karpaten biologisch bewirtschaften. Ihre Weine entstehen mit minimalem Eingriff, spontan vergoren und unfiltriert – lebendige, eigenwillige Charaktere, die den Boden und die Energie jedes Jahrgangs unverfälscht widerspiegeln.

Milovin
Slowakei / Südslowakei
Strekov 1075

Strekov 1075 ist Zsolt Sütös Hommage an den Ort und seine Böden: Was 2002 begann, ist heute eine einladende Welt von Naturweinen, die intuitiv im Einklang mit Erde, Klima und Handwerk entstehen.

Strekov 1075
Italien / Sizilien
Midia

Azienda Agricola Midia ist ein kleines Naturwein-Weingut im Westen Siziliens, geführt von Manuela Rendina und Gaia Barbagallo. In den warmen, vom Meer beeinflussten Hügeln rund um Marsala bewirtschaften sie ihre Reben naturnah, mit Handarbeit im Weinberg und einem minimalistischen Ansatz im Keller. Ihre Weine entstehen spontan, ohne Filtration und mit sehr wenigen Eingriffen – klare, lebendige Ausdrucksformen eines mediterranen Terroirs, in dem Salzwind, Sonne und kalkhaltige Böden die Handschrift prägen. Sorten wie Grillo und Frappato zeigen dabei die frische, salzige, gleichzeitig erdverbundene Charakteristik der Landschaft.

Midia
Slowenien / Vipava Tal
Burja

Burja Estate im slowenischen Vipava-Tal wird von Primož Lavrenčič biodynamisch geführt – mit Fokus auf autochthone Sorten, alte Terrassenlagen und das einzigartige Terroir, das vom kräftigen Burja-Wind geprägt wird.

Burja
Österreich / Südsteiermark
Tauss

Weingut Tauss in der Südsteiermark – geführt von Roland und Alice Tauss – bewirtschaftet auf rund 8 ha biodynamische, DEMETER-zertifizierte Weinberge auf steilen Opok-Hanglagen mit mineralischem Kalk-Lehmboden.

Tauss
Deutschland / Franken
Kraemer

Ökologischer Land- & Weinbau Kraemer liegt im fränkischen Taubertal in Auernhofen und kombiniert Landwirtschaft und Weinbau bewusster als viele andere: Auf rund vier Hektar bewirtschafteter Rebfläche entstehen Weine mit klarem Bodenbezug – Silvaner, Müller-Thurgau, Johanniter und Co. – in naturnahem Stil.

Kraemer
Tschechien / Süd-Mähren
Petr Kočařík

Weingut Petr Kočařík ist ein kleines, kompromisslos handwerkliches Familienweingut in Čejkovice (Mähren) – nur rund 2,5 ha, ökologisch bewirtschaftet, mit starkem Fokus auf Pinot Noir und präzisem Arbeiten im Weinberg, sowie im Weinkeller. Alle Weine entstehen spontan, reifen lange auf der Hefe und kommen ungefiltert und mit minimalem Schwefelanteil in die Flasche – charaktervoll, pur und geprägt vom Terroir der mährischen Hügel.

Petr Kočařík
Italien / Emilia Romagna
Distina Azienda Agricola

Azienda Agricola Distina liegt bei Bacedasco Alto (nähe Castell’Arquato, Emilia-Romagna) und bewirtschaftet circa 3–6 Hektar, biologisch und mit viel Liebe zum Land — zwischen Weinreben, Obst, Getreide und Wäldchen, auf weiß-tonigem Lehmsand mit Spuren fossilen Meeresbodens. Unter der Leitung von Claudio Campaner entstehen handgemachte, spontan vergorene Weine und Destillate — klar, vital und tief im Terroir verwurzelt, mit autochthonen Sorten und einer natürlichen, lebendigen Handschrift.

Distina Azienda Agricola
Ungarn / Villány
Hummel

Weingut Hummel liegt in Villány im Süden Ungarns und bewirtschaftet rund 3 Hektar biologisch gepflegter Rebflächen. Der Schwerpunkt liegt auf Portugieser, ergänzt durch Hárslevelű, Furmint, Blaufränkisch und Cabernet Franc. Horst Hummel arbeitet mit einem konsequent minimalistischen Ansatz im Weinberg und bezieht Energiearbeit bewusst in seine Philosophie ein. Die Weine entstehen mit nahezu keinen Eingriffen, tragen eine spürbare innere Spannung und wirken energetisch und lebendig – klare, feinfühlige Ausdrucksformen des Villányer Terroirs.

Hummel
Ungarn / Balaton
PAP

PAP Wines ist ein kleines Weingut am Balaton, geführt von Áron Molnár und Karina Vissonova. Auf rund 5 Hektar vulkanisch geprägter Hänge am Szent-György-hegy arbeiten sie mit großer Aufmerksamkeit für Bodenleben, Biodiversität und natürliche Kreisläufe. Ihre Weine entstehen aus Handarbeit und Vertrauen in den Prozess: spontan vergoren, kaum beeinflusst und getragen von einer klaren, lebendigen Energie, die Herkunft und Jahrgang spürbar macht.

PAP
Georgien / Kachetien
Ilto's Valley winery

Iltos Valley ist ein kleines Familienweingut in Akhmeta in der georgischen Region Kachetien, geführt von Beqa Martiashvilli, der eine über 70 Jahre alte Familientradition des Weinmachens im Qvevri fortführt. Die Weinberge liegen am rechten Ufer des Ilto-Flusses, der dem Weingut seinen Namen gibt. Mit einer Jahresproduktion von etwa 7.000 bis 10.000 Flaschen entstehen hier handgemachte Weine, tief verwurzelt in der georgischen Tradition – ruhig, ehrlich und geprägt von Boden, Zeit und Erfahrung.

Ilto's Valley winery
Deutschland / Mosel
Lesom

LESOM Weine ist ein kleines, naturnahes Weingut an der Mosel in Traben-Trarbach, geführt von Jessika Reis und Philipp Musevi. Auf rund 2,5 Hektar steiler Schieferlagen pflegen sie ihre Riesling-Reben mit großer Achtsamkeit, handgelesen und im Einklang mit Boden und Mikroklima. Die Weine entstehen spontan und ohne unnötige Technik: lebendige Rieslinge und experimentelle Styles wie Pet-Nat-Varianten, die den Schieferboden, die kühlen und warmen Hangabschnitte und den ureigenen Charakter der Mosel klar ins Glas bringen.

Lesom
Italien / Venetien
Nevio Scala

Nevio Scala und sein Sohn Claudio bewirtschaften rund 9,5 Hektar am Übergang von den Hügeln der Colli Euganei ins flache Vorland – geprägt von einem vielschichtigen Bodenmix aus Sandstein, vulkanischen und sedimentären Schichten, der den Weinen Tiefe und Spannung verleiht. Ihre naturnah erzeugten Weine spiegeln die Ruhe, Klarheit und Erdigkeit dieses besonderen Terroirs wider und tragen eine unverwechselbare, familiäre Handschrift.

Nevio Scala
Italien / Collio
Renato Keber

Renato Keber bewirtschaftet rund 15 ha terrassierter Weinberge im Collio-Hügelhang von Zegla mit dicht gesetzten Reben, handgelesener Trauben und großer Sorgfalt — geprägt vom einzigartigen Terroir aus Mergel und Sandstein sowie dem Klima zwischen Adria und Alpen. Seine Weine — von Friulano und Ribolla bis Pinot Grigio oder Sauvignon — entstehen mit minimalen Eingriffen, oft mit längerer Hefelagerung und teils mit Hautkontakt oder Holzausbau: ehrlich, terroirbetont und mit tiefem persönlichem Ausdruck.

Renato Keber
Österreich / Burgenland
H. P. Harrer

Das Weingut H.P. Harrer liegt in Gols am Neusiedlersee und wird von Hans Peter Harrer geführt, der den elterlichen Bio-Betrieb 2011 als Quereinsteiger übernommen und konsequent in eine biodynamische Arbeitsweise weiterentwickelt hat. Gemeinsam mit seiner Frau Sabrina versteht er den Hof als lebendigen, geschlossenen Organismus, in dem Boden, Pflanze, Tier und Mensch im Gleichgewicht stehen. Alte Reben, vielfältige Begrünung mit Wild- und Heilkräutern und eine bewusste Förderung der Artenvielfalt prägen die Weinberge. Im Keller setzt Harrer auf Zeit, spontane Gärung und minimale Eingriffe – so entstehen eigenständige, straffe und tief verwurzelte Weine, die Herkunft, Haltung und innere Spannung spürbar machen.

H. P. Harrer
Österreich / Niederösterreich
Matthias Hager

Das Weingut Hager liegt in Mollands im Kamptal (Niederösterreich) und arbeitet seit vielen Jahren konsequent biologisch und biodynamisch. Im Mittelpunkt stehen lebendige Böden, alte Reben und ein tiefes Verständnis für natürliche Kreisläufe im Weinberg. Die Weine entstehen mit minimalen Eingriffen, spontaner Gärung und viel Zeit – klar, energiegeladen und präzise, getragen von der kühlen Struktur und mineralischen Spannung des Kamptals.

Matthias Hager
Österreich / Niederösterreich
Wimmer Czerny

Weingut Wimmer-Czerny in Fels am Wagram bewirtschaftet rund 15 Hektar Rebflächen innerhalb eines traditionsreichen Familienhofs, der schon seit dem 18. Jahrhundert Weinbau mit Ackerbau und Tierhaltung verbindet — konsequent biodynamisch als Demeter-Hof geführt und geprägt von Bodenpflege, Biodiversität und minimaler Eingriffe. Die Naturweine entstehen aus gesunden Trauben, mit Respekt für Rebe und Boden — unverfälscht, terroirgeprägt und mit klarer Handschrift, die das einzigartige Klima und den Löss- und Mineralboden der Wagramer Weinberge spürbar im Glas widerspiegeln.

Wimmer Czerny
Georgien / Kachetien
Ourwine/ Luka Bakradze

Our Wine ist ein Naturwein-Weingut aus Kachetien in Ostgeorgien, gegründet 2003 von Soliko Tsaishvili und einer Gemeinschaft von Winzer:innen, die sich der Bewahrung georgischer Weintraditionen verschrieben haben. Die rund 3 Hektar Weinberge liegen oberhalb des Alazani-Tals an den Hängen des Gombori-Gebirges, wo nährstoffreiche Böden, kühle Nachtwinde und ein ausgeglichenes Klima ideale Bedingungen für den Weinbau schaffen.

Ourwine/ Luka Bakradze
Portugal / Estremadura
Chinado

Vinho Chinado ist ein kleines Weinprojekt aus Alcobaça, rund eine Stunde nördlich von Lissabon, gegründet von João Tereso, der 2017 begann, die alten, gemischt bepflanzten Rebgärten seines Großvaters vor dem Aufgeben zu bewahren. Mit Unterstützung des lokalen Winzers und Agronomen Rodrigo Martins pflegt er heute mehrere 40–80 Jahre alte Field-Blend-Parzellen in den Hügeln des Tojais-Tals, nur wenige Kilometer vom Atlantik entfernt. Das kühle Meeresklima mit nebligen Morgenstunden prägt die Weine ebenso wie der behutsame Umgang im Weinberg und Keller: organisch bewirtschaftet, spontan vergoren, mit wenig Schwefel und viel Aufmerksamkeit. Die Weine sind lebendig, eigenwillig und manchmal leicht kantig – genau wie der Name „Chinado“, der für kleine Überraschungen steht und Weine beschreibt, die Haltung, Energie und Charakter zeigen.

Chinado
Deutschland / Pfalz
Weingut Isegrim

Das Weingut Isegrim ist ein Familienweingut in der Pfalz, das bereits 1979 von Klaus Isegrim konsequent auf biologische Bewirtschaftung umgestellt wurde – zu einer Zeit, als dieser Schritt noch als radikal galt. Diese frühe Entscheidung prägt das Weingut bis heute: robuste, gesunde Reben, vielfältige Landschaftsgestaltung und ein lebendiger Hof mit Tieren wie Schafen, Puten und Hühnern als Teil des natürlichen Kreislaufs. Heute wird Isegrim von der nächsten Generation getragen, mit Mira Wolf und Sören, die dem Betrieb eine klare, zeitgemäße Handschrift geben. Der biodynamische Gedanke wird hier nicht als Technik verstanden, sondern als Haltung und Lebensweise. Im Weinberg wie im Keller geht es um Balance, Achtsamkeit und das Vertrauen in natürliche Prozesse. Die Weine entstehen mit Respekt, Energie und innerer Ruhe – als Ausdruck einer tiefen Verbindung zwischen Mensch, Natur und Herkunft.

Weingut Isegrim
Deutschland / Mosel
Melsheimer

Das Weingut Melsheimer liegt im Rheingau und wird in vierter Generation geführt, mit einem klaren Fokus auf ökologischen Weinbau und nachhaltige, naturnahe Praxis. Die Familie bewirtschaftet sorgfältig ihre Weinberge an den klassischen Steillagen des Rheingaus, wo die Reben in Schiefer-, Quarzit- und lössüberlagerten Böden tief wurzeln und mineralischen Ausdruck entwickeln. Im Keller setzen sie auf spontane Gärung, behutsame Vinifikation und minimale Eingriffe – so entstehen lebendige, präzise Rieslinge und andere Rebsorten, die Boden, Jahrgang und Herkunft authentisch widerspiegeln, getragen von einer organischen Haltung, die Bodenleben, Biodiversität und Regionalität in den Mittelpunkt stellt.

Melsheimer
Portugal / Estremadura
Espera

Espera ist ein naturnah arbeitendes Weingut in der Region Vinhos de Lisboa, mit Weinbergen rund um Alcobaça und Óbidos, unweit des Atlantiks. Bewirtschaftet werden insgesamt rund zehn Hektar (eigene und gepachtete Parzellen) auf überwiegend argilo-kalkhaltigen Böden, deren Nähe zum Meer den Weinen Frische, salzige Spannung und klare Säure verleiht. Der Ansatz im Weinberg folgt konsequent biologischen Prinzipien, mit Fokus auf gesunde Reben und Ausdruck des jeweiligen Terroirs. Im Keller entstehen freie, präzise Weine ohne unnötige Zusätze, mit Zeit zur Reife und Entwicklung. Espera steht für elegante, handwerkliche Atlantik-Weine, die die „einfache Komplexität der Natur“ unverstellt ins Glas bringen.

Espera
Deutschland / Mosel
Rita und Rudolph Trossen

Das Weingut Rita und Rudolf Trossen liegt in Kinheim an der Mittelmosel, in steilen Schieferlagen nahe des Flusses, deren gut durchlüftete Böden und besondere Mikroklimata elegante, fein mineralische Weine mit großer Balance hervorbringen. Bereits 1978 verabschiedeten sich Rita und Rudolf Trossen bewusst von modernen Kellerpraktiken und stellten ihr gesamtes Weingut auf biodynamische Bewirtschaftung um – ein Schritt, der sie zu frühen Pionieren im deutschen Weinbau machte. Mit der Linie Pur’us, die sie ab 2010 entwickelten, gingen sie noch weiter: Diese Weine entstehen völlig ohne Zusatzstoffe, ohne Schwefel, ungefiltert und mit langen Hefestandzeiten, bis alle biologischen Prozesse abgeschlossen sind. Viele ihrer Reben wurzeln ungepfropft in purem Schiefer und sind teils fast 100 Jahre alt. Die Weine zeigen eindrucksvoll, wie tief, präzise und ausdrucksstark Mosel-Riesling sein kann, wenn man ihm Zeit gibt und ihn ohne Eingriffe wachsen lässt – kompromisslos ehrlich, lebendig und von großer innerer Spannung getragen.

Rita und Rudolph Trossen
Deutschland / Mosel
Steven Schmidt

Steven Schmidt betreibt eine kleine, biologisch zertifizierte Weinmanufaktur an der Mittelmosel, mit Fokus auf alte Reben in steilen Schieferlagen. Bewirtschaftet werden überwiegend über 40 Jahre alte, teils wurzelechte Rebstöcke, viele davon noch in traditioneller Moselpfahlerziehung, vollständig von Hand gelesen und mit großem Respekt vor der historischen Kulturlandschaft. Der Ansatz ist bewusst zurückhaltend: minimaler Eingriff, keine chemischen Zusätze, schonende Verarbeitung und klare Orientierung an Jahrgang und Lage. Im Mittelpunkt steht nicht Reproduzierbarkeit, sondern Ausdruck – Weine, die Herkunft, Jahrgang und Terroir unverfälscht zeigen. Steven Schmidt steht für wilde, präzise Moselweine mit Tiefe, Spannung und starkem handwerklichem Charakter.

Steven Schmidt
Deutschland / Franken
Martin Hirsch

Martin Hirsch ist ein junges Naturwein-Weingut bei Kitzingen in Franken, geführt von einem Quereinsteiger, der den Weg aus der Medienwelt zurück in den elterlichen Römerhof gefunden hat. Auf rund zwei Hektar Muschelkalkböden arbeitet er biologisch, mit großer Achtsamkeit für Boden, Reben und das lebendige Umfeld des Weinbergs. Sein Ansatz ist handwerklich und intuitiv: viel Arbeit von Hand, Orientierung an Erfahrung und Austausch statt Dogma, und ein klarer Fokus auf minimalen Eingriff im Keller. Die Weine entstehen unfiltriert, teils ohne Schwefel und mit Zeit auf der Hefe – ruhig, präzise und tief im Terroir verwurzelt. Als Teil der „New Kitz“ steht Martin Hirsch für eine neue Generation fränkischer Winzer:innen, die Naturwein als ehrlichen Ausdruck von Ort, Arbeit und Haltung versteht.

Martin Hirsch
Deutschland / Franken
Killer Wein

Killerwein ist ein kleines Naturwein-Projekt aus Franken, angesiedelt in Steinbach bei Ebelsbach, einem der östlichsten Bereiche des fränkischen Weinbaugebiets. Winzer Fabian Killer, Lehrer und Musiker, bewirtschaftet seit 2023 im Nebenerwerb einen 0,3 Hektar großen historischen Steillagen-Weinberg mit Trockenmauern und teils sehr alten Reben. Die Arbeit erfolgt ausschließlich von Hand, ohne Maschinen, mit dem Ziel, diese besondere Kulturlandschaft vor der Rodung zu bewahren. Im Fokus stehen Silvaner, Müller-Thurgau und Alter Satz. Die Weine entstehen minimal-invasiv, teils mazeriert, unfiltriert und mit viel Geduld begleitet. Killerwein steht für wilde, lebendige Weine – direkt, wandelbar und eng verbunden mit Ort, Handwerk und Leidenschaft.

Killer Wein
Deutschland / Baden
Max sein Wein

Max sein Wein ist ein kleines Naturwein-Weingut im Badischen (bei Dertingen), geführt von Max Baumann, der seit 2016 rund 3,5 Hektar Familien-Rebflächen biodynamisch bewirtschaftet. Aus alten, kalkreichen Böden wachsen vielfältige Trauben wie Müller-Thurgau, Silvaner, Gewürztraminer, Kerner, Bacchus sowie Pinot-Sorten, die Max je nach Lage und Jahrgang oft zu spannenden Cuvées vereint. Sein Ansatz im Weinberg und Keller ist klar: möglichst wenig Eingriff, lange Reifezeiten und organische Prozesse im Zentrum. Die Weine reifen meist 9–10 Monate im Holz und weitere Monate in der Flasche, bevor sie abgefüllt werden. Im Keller lässt er die Weine spontan gären, spielt mit Mazeration, Kohlensäuremazeration oder Direktpressung und verzichtet auf zugesetzten Schwefel. Das Ergebnis sind lebendige, elegante und zugleich zugängliche Naturweine – von weißen Texturen über frische Rosés bis zu lebhaften Roten – die natürliche Frucht, Struktur und Bodenprägung ins Glas transportieren.

Max sein Wein
Deutschland / Franken
Thomas Patek

Thomas Patek ist ein handwerklich arbeitender Naturwein-Winzer aus Franken (Kitzingen / Sulzfeld am Main), der mit großer Sorgfalt im Weinberg und minimalem Eingriff im Keller echte Ausdrucksweisen seines Terroirs sucht. Er bewirtschaftet kleine, biologisch gepflegte Weinberge und arbeitet mit traditionellen Rebsorten wie Silvaner, Riesling und Burgunder-Klängen, die er spontan vergären lässt und meist ungefiltert und mit moderatem Schwefel abfüllt. Sein Ansatz verbindet biologische Bewirtschaftung, artenreiche Begrünung und selektive Handlese mit einer ruhigen, detailorientierten Kellerarbeit, bei der lange Hefelager und natürliche Prozesse im Mittelpunkt stehen. Die Weine wirken lebendig, präzise und authentisch – spannungsreich und tief verwurzelt im fränkischen Boden, mit klarer Herkunft und eigener Handschrift.

Thomas Patek
Spanien / Penedès
Cal Tiques/ Juan Rubio

Celler Tiques ist das persönliche Projekt von Joan Rubió, geboren und aufgewachsen im Penedès, auf der familiengeführten Masia Cal Tiques in Santa Margarida i els Monjos. Die Weinberge rund um Cal Rubió werden seit Generationen bewirtschaftet – mit traditionellen Rebsorten wie Xarel·lo und Macabeu, ergänzt durch Erinnerungen an frühere Sumoll-Parzellen. Joan arbeitet nach streng ökologischen und biodynamischen Prinzipien, kombiniert Weinbau mit Getreide- und Olivenanbau und versteht den Hof als lebendiges Ganzes. Die Böden bleiben weitgehend unberührt, spontane Begrünung ist Teil des Systems, Eingriffe werden bewusst minimiert. Seit 2015 vinifiziert Joan Weine, die nicht kontrolliert oder geformt werden wollen, sondern Freiheit, Energie und Herkunft widerspiegeln – ehrlich, ruhig und tief im Penedès verwurzelt.

Cal Tiques/ Juan Rubio
Spanien / Valencia
Tren de Vida/ Sete Castro

Tren de Vida, getragen von Sete Castro, ist ein naturverbundenes Weingut im Norden Spanien (Galicien), tief verwurzelt in einer Philosophie, die Natur, Biologie und Terroir ins Zentrum stellt. Sete arbeitet mit einem klaren Fokus auf biodynamische und organische Praktiken, in denen Bodenfrucht, Artenvielfalt und lebendige Ökosysteme den Weinbau bestimmen. Auf kleinen, heterogenen Parzellen entstehen Weine, die durch spontane Gärung, minimale Kellerintervention und Respekt vor dem Jahrgang eine direkte Verbindung zwischen Rebe und Landschaft sichtbar machen. Die Weine sind geprägt von klarer Frische, energetischer Struktur und einer unverwechselbaren Ausdruckskraft des atlantic-geprägten Terroirs. Tren de Vida steht für kompromisslose Authentizität, handwerkliche Präsenz und eine tiefe Verbundenheit zwischen Mensch und Natur.

Tren de Vida/ Sete Castro
Österreich / Niederösterreich
Nord und Süd

Weingut Nord & Süd liegt in Schönberg am Kamp im Kamptal, wo Christoph und Mathilde Daignière-Koller rund 3,5 Hektar auf Lagen zwischen 200 und 410 Metern bewirtschaften – biodynamisch und mit großer Sorgfalt für Boden und Mikroklima. Ihre Weine entstehen aus Handarbeit, spontaner Vergärung und minimalen Eingriffen und spiegeln die kühle Spannung, die Steine und die Tiefe dieses Abschnitts des Kamptals klar und unverfälscht wider.

Nord und Süd
Tschechien / Böhmisches Mittelgebirge
Porta Bohemica

Vinařství Porta Bohemica ist ein junges, handwerklich arbeitendes Weingut aus Velké Žernoseky im Böhmischen Mittelgebirge, gegründet 2010 in einer der historischsten Weinregionen Tschechiens an der Elbe. Die Weinberge liegen auf einer Mischung aus vulkanischem Gestein und Mergel in steilen Lagen über dem Fluss, geprägt von einem besonderen Mikroklima und jahrhundertealter Weinbautradition. Im Weinberg steht konsequente Handarbeit im Mittelpunkt, mit minimalem Pflanzenschutz und Fokus auf gesunde, ausdrucksstarke Trauben. Im Keller werden die Moste spontan vergoren, teils mit kurzer Maischestandzeit, anschließend reifen die Weine unbeeinflusst in Holzfässern und Edelstahl über den Winter. Hauptrebsorte ist Müller-Thurgau, ergänzt durch Veltlínské červené rané, Traminer, Riesling, St. Laurent und Pinot Noir. Die Weine sind klar, saftig und spannungsvoll – geprägt von Frische, Mineralität und dem markanten Charakter des Elbtals.

Porta Bohemica
Slowenien / Slovinska Steierska
Šuman

Šuman ist ein Familienweingut in Zavrh nad Lenartom in den Slovenischen Steiermark, geführt von Radovan Šuman gemeinsam mit seiner Frau Simona. Auf rund 7 Hektar Weinbergen arbeiten sie seit über 20 Jahren kompromisslos biodynamisch – nicht als Methode, sondern als gelebte Haltung. Der Weinberg wird als lebendiger Organismus verstanden: mit vielfältiger Begrünung, Wild- und Heilkräutern, Obstbäumen, Schafen zur Bodenpflege, Hühnern und mehreren Bienenvölkern, die eine zentrale Rolle im Ökosystem spielen. Ziel ist nicht Kontrolle, sondern die Wiederherstellung von Gleichgewicht und Vitalität.

Šuman
Croatia / Moslavina
Kosovec

Kosovec liegt in der kleinen Weinregion Moslavina (Popovača / Slawonien, Kroatien) — Ivan Kosovec bewirtschaftet dort etwa 3 ha ökologische Weinberge und konzentriert sich besonders auf die autochthone Rebsorte Škrlet, daneben wachsen Chardonnay, Zweigelt, Frankovka und Pinot Noir. Er gilt als kompromissloser Verfechter natürlicher Weine: Spontangärung, keine künstlichen Zusätze, kein Filtern oder Schönung, nur minimaler Schwefeleinsatz — ein radikaler „hands-off“-Ansatz, der mit klarer Philosophie auch 2011 zu seinem ersten großen Jahrgang führte.

Kosovec
Österreich / Burgenland
Triebaumer

Das Weingut Ernst Triebaumer liegt in Rust am Neusiedlersee und wird seit Generationen von einer Familie geprägt, die Weinbau als Teil einer ganzheitlichen Landwirtschaft versteht. Die Weinberge öffnen sich amphitheatralisch zur pannonischen Weite, geschützt durch Gebirgszüge und geprägt vom ausgleichenden Klima des Sees. Im Zentrum steht ein konsequent ökologischer, regenerativer Ansatz: Vollbegrünung, Polykultur, ganzjährige Beweidung mit Schafen und eigene Imkerei schaffen lebendige Böden und stabile Ökosysteme. Die Reben wachsen in einem humusaufbauenden Kreislauf, der Bodenfruchtbarkeit, Wasserhaushalt und Artenvielfalt fördert. Im Keller gilt radikale Zurückhaltung – ausschließlich Trauben, Zeit, Gravitation und Wildhefen, ohne technische Zusätze oder Korrekturen. Triebaumers Weine entstehen als begleitete Naturprozesse: tief verwurzelt im Terroir, ruhig, komplex und getragen von großer innerer Balance.

Triebaumer
Frankreich / Elsaß
Achillée

Domaine Achillée ist ein biodynamisch und biologisch bewirtschaftetes Weingut im elsässischen Scherwiller an der berühmten Route des Vins d’Alsace und gehört zu den Vorreitern des naturverbundenen Weinbaus in der Region. Seit über 20 Jahren arbeiten die Dietrich-Familie und ihre Nachfolger mit großer Sorgfalt in den Weinbergen, auf vielseitigen Terroirs aus Kies, Sandstein, Ton, Granit und Schiefer, und vinifizieren vor Ort in ihrem bioklimatischen Keller aus Holz, Erde und Stroh. Alle Rebsorten klassischer elsässischer Herkunft – von Riesling und Gewurztraminer über Sylvaner bis zu Pinot-Sorten – werden mit spontanen Gärungen, indigenen Hefen und minimalsten Eingriffen ausgebaut; Schwefel wird nur homöopathisch bei der Abfüllung verwendet. Das Ergebnis sind lebendige, terroirbetonte Weine mit klarer Frische und Ausdruckskraft, die sowohl traditionelle als auch natürlichere, leicht reduktive Stile repräsentieren.

Achillée
Frankreich / Elsaß
Pépin

Pépin ist ein unkonventionelles Weinprojekt aus Elsass/Frankreich, das natürliche Weine von verschiedenen biologisch und biodynamisch arbeitenden Winzer:innen vereint und sichtbar macht. Im Zentrum steht die Idee, authentische, pur vinifizierte Weine zu erzeugen: handgelesene Trauben, keine synthetischen Pflanzenschutzmittel, spontane Gärung und minimale Eingriffe im Keller. Jede Flasche spiegelt diesen Anspruch und die Lebendigkeit des Jahrgangs – von frischen, trockenen Weiß- und Roséweinen über lebendige Orange-Stile bis zu Pet-Nat- und leichten Rotweinen. Die Zusammensetzung der Cuvées kann von Jahr zu Jahr variieren, doch der gemeinsame Nenner bleibt: Naturwein mit klarem Ausdruck, Energie und Trinkfreude. Pépin versteht sich als Netzwerk engagierter Erzeuger, die gemeinsam natürliche Weine feiern, die Boden, Klima und Herkunft direkt ins Glas bringen.

Pépin
Slowenien / Slovinska Steierska
Zorjan

Das Weingut Božidar Zorjan bewirtschaftet einen sieben Hektar großen Hof an den südlichen Hängen des Pohorje-Gebirges, davon rund vier Hektar Reben, nach biodynamischen Prinzipien und ist Demeter-zertifiziert. Die handgelesenen Trauben werden ungepresst in im Boden vergrabene Amphoren gefüllt und unter freiem Himmel sich selbst überlassen. Über ein Jahr hinweg vergären die Moste spontan, liegen sehr lange auf der Maische und werden anschließend ohne Pressen oder Filtration vom natürlichen Depot getrennt. Danach reifen die Weine ein weiteres Jahr oder länger in Amphoren oder gebrauchten Holzfässern, wobei die natürlichen Hefen weiterarbeiten und den Wein vollständig ausformen. Abgefüllt wird erst nach drei oder mehr Jahren – ohne jegliche Zusätze. Im Zentrum der Philosophie steht die Hefe als lebendiger Ursprung des Weins: Der Mensch kultiviert die Trauben, doch die Natur vollendet den Wein.

Zorjan
Ungarn / Tokaj
Szoló

SZÓLÓ ist das persönliche Weingut von Tímea Éless in Tállya im nordwestlichen Tokaj. Ausgangspunkt war ein 0,9-Hektar-Familienweingarten, den sie 2009 übernahm; heute bewirtschaftet sie mehrere kleine Einzellagen rund um Tállya mit 40–80 Jahre alten Reben auf vulkanischem Rhyolith-Tuff. Die Arbeit im Weinberg erfolgt biodynamisch (Demeter-zertifiziert) mit Fokus auf lebendige Böden und Biodiversität. Im Keller setzt Tímea auf spontane Gärung, minimale Eingriffe und eine ruhige Vinifikation. Die trockenen Weine werden überwiegend in Porzellan-Eiern und Edelstahl ausgebaut, ungefiltert und ohne zugesetzten Schwefel abgefüllt. SZÓLÓ steht für präzise, mineralische Weine mit klarer Herkunft und spürbarer Energie.

Szoló
Österreich / Burgenland
Schmelzer

Das Weingut Georg Schmelzer in Gols im Burgenland verbindet biodynamische Kreislaufwirtschaft mit einem ausgeprägten experimentellen Geist. Zwischen Weingärten, Schafweiden und artenreicher Begrünung entstehen lebendige Böden, auf denen charakterstarke, handwerkliche Weine wachsen, die unverstellt von Gols und dem Neusiedlersee erzählen. Seit der Umstellung auf Biodynamie werden die Rieden als vielfältige Biotope verstanden, in denen Tiere, Pflanzen und Reben zusammenwirken. Im Keller gilt ein konsequentes „werden lassen“: spontane Gärung, teils lange Maischestandzeiten auch bei Weißweinen und Ausbau ohne stilistische Korrekturen. Expressive Rotweine – oft aus mehreren Lagen statt Einzellagen – sowie in der Erde gereifte Amphorenweine zeigen seine Freude am Ausprobieren jenseits jeder Mode. So entstehen Jahr für Jahr eigenwillige, tiefgründige Naturweine mit klarer Handschrift und maximaler Herkunft.

Schmelzer
Spanien / Penedès
Mas Goma

Mas Gomà 1724 ist ein traditionsreiches Familienweingut im Penedès, rund 50 Kilometer westlich von Barcelona, das seit fünf Generationen von der Familie Vendrell bewirtschaftet wird. Auf rund 22 Hektar kalk- und tonhaltiger Böden wachsen klassische Rebsorten wie Xarel·lo, Macabeu, Parellada und Garnacha, ergänzt durch wiederentdeckte autochthone Varietäten. Heute führen Vater und Sohn Joan Manel und Joan Vendrell den Betrieb mit einem klaren Fokus auf biologische und biodynamische Bewirtschaftung, intensiver Handarbeit und lebendigen, humusreichen Böden. Im Keller gilt maximale Zurückhaltung: spontane Gärung, keine Zusätze, kein Schwefel, lange Reife und viel Geduld. Die Weine entstehen als „vins vivants“ – lebendige, freie Interpretationen des Terroirs, geprägt von Frische, Energie und Herkunft. Mas Gomà verbindet jahrhundertealte Familientradition mit einem radikal natürlichen Blick in die Zukunft.

Mas Goma
Deutschland / Rheinhessen
Weingut Bürgermeister Carl Koch

Weingut Carl Koch ist ein traditionsreiches Familienweingut in Rheinhessen, gegründet 1833 und heute in siebter Generation geführt. Die Weinberge rund um Oppenheim und Dienheim werden seit 2010 konsequent biologisch bewirtschaftet – aus Überzeugung, nicht aus Mode. Auf rund 12 Hektar Hanglagen steht Handarbeit im Fokus, mit dem Ziel, Weine zu erzeugen, die Herkunft zeigen und bewusst Raum für Entwicklung lassen. Unter der Leitung von Paul Berkes und dem argentinischen Kellermeister Agustín G. Novoa verfolgt das Weingut eine zurückhaltende, minimalinvasive Kellerarbeit: spontane Gärung, unfiltrierte Abfüllung und – insbesondere in der Naturweinlinie – bewusster Verzicht auf Eingriffe. Die Weine wirken klar, ruhig und authentisch, zugleich lebendig, saftig und mit großer Trinkfreude – Weine mit Charakter statt Konzept.

Weingut Bürgermeister Carl Koch
Deutschland / Mittelrhein
Weinbau Heilemann

Weinbau Heilemann ist ein junges, konsequent handwerklich arbeitendes Weingut in Kaub am Mittelrhein, geführt von Kristina und Kai Heilemann, beide Absolvent:innen der Hochschule Geisenheim. Auf rund 3 Hektar steiler Terrassenlagen bewirtschaften sie ihre Weinberge vollständig in Handarbeit und mit großem Respekt für die empfindliche Kulturlandschaft des Mittelrheins. Im Mittelpunkt steht ein puristischer Naturweinansatz: sorgfältige Handlese, spontane Gärung und der kompromisslose Verzicht auf Zusätze oder technische Weinbehandlungen. Die Arbeit im Weinberg folgt einem klar ökologischen Gedanken – mit Fokus auf Bodenleben, Biodiversität und Artenvielfalt, sichtbar in Begrünung, Baumpflanzungen und bewusstem Umgang mit der Natur. Die Weine sind direkt, ehrlich und geprägt von der physischen Arbeit der Steillagen – Natur, die man schmecken kann.

Weinbau Heilemann
Georgien / Kachetien
Tilisma Winery

Tilisma Winery liegt im Dorf Mukuzani in der Region Kakheti, dem Herzen des georgischen Weinbaus, rund 125 km östlich von Tiflis. Das kleine Gut bewirtschaftet heute etwa 12 Hektar, davon 7 Hektar in der Mukuzani-PDO, einem der renommiertesten Terroirs für Saperavi. Gegründet wurde Tilisma 2012 von Ketevan Akolashvili und Christian Hubert, mit tiefen familiären Wurzeln im traditionellen Kakheti-Weinbau. Im Zentrum steht die Arbeit mit Qvevris, die im Boden vergraben sind: spontane Vergärung, lange Maischestandzeiten und Ausbau im traditionellen Marani lassen strukturierte, tiefgründige Naturweine entstehen. Neben Saperavi arbeitet das Weingut mit zahlreichen autochthonen Rebsorten wie Rkatsiteli, Kisi, Mtsvane oder Khikhvi. Tilisma – auf Georgisch „Talisman“ – versteht seine Weine als Verbindung von Herkunft, Naturkräften und der Erneuerung georgischer Weintraditionen.

Tilisma Winery
Tschechien / Mähren
Robert Osička

Punkista ist das kompromisslose Schaumweinprojekt von Robert Osička aus Velké Bílovice in Südmähren. Geboren 1977, Sohn von Jaroslav Osička, verbindet Robert seine tiefe Verwurzelung in der lokalen Weintradition mit einer klaren Haltung: Punk im Geist, klassisch im Handwerk. Auf 2 Hektar Rebfläche mit Lehm-, Löss- und Tonböden baut er traditionelle Rebsorten naturnah an. Punkista steht für Schaumwein und nur Schaumwein – konsequent nach der klassischen Flaschengärung. Spontane Vergärung, Ausbau in Stahl und Holz, lange Hefelagerung, Degorgement, keine Schönung und keine Filtration; Schwefel nur minimal, wenn überhaupt. In einer Zeit voller Pet-Nat-Experimente setzt Punkista bewusst auf Präzision, Ruhe und handwerkliche Klarheit. Das Ergebnis sind hochfeine, elegante Sekte, die zeigen, dass echte Rebellion manchmal bedeutet, zum Ursprung zurückzukehren. Punk AF – aber mit Stil.

Robert Osička
Tchechien / Mähren
Petr Michalek

Weingut Michálek ist ein kleines, kompromisslos arbeitendes Naturweinprojekt im Slovácko, an der Grenze zwischen Bzenec und Strážnice. Petr Michálek bewirtschaftet rund 1 Hektar Weinberge, größtenteils alte Reben aus den 1930er- und 1960er-Jahren, auf zwei sehr unterschiedlichen Böden: Löss in Bzenec und Flysch in Strážnice. Angebaut werden u. a. Pinot Blanc, Večerka, Riesling und die lokale Sorte Fraštát; neue Pflanzungen mit Fokus auf Biodiversität sind geplant. Hauptberuflich ist Petr Biotechnologe und Zellbiologe an der Mendel-Universität – dieselbe Präzision prägt auch seine Arbeit im Weinberg und Keller. Seit über 20 Jahren keltert er Weine mit minimalem Eingriff, viele Präparate stellt er selbst aus eigenen Kräutern her. Vergoren wird spontan, der Ausbau erfolgt rund ein Jahr in kleinen Holzfässern (Eiche oder Akazie), anschließend unfiltriert und mit minimaler Schwefelgabe abgefüllt. Mit nur etwa 3.000 Flaschen pro Jahr entstehen charakterstarke, tief verwurzelte Weine, deren klare Mineralität – besonders aus den Flyschlagen von Strážnice – Zeit und Entwicklung liebt.

Petr Michalek
Italien / Friuli
Draga/ Miklus

Die Miklus-Reihe ist die Naturwein-Linie des Hauses Draga Winery und wird von Mitja Miklus verantwortet. Hier geht es ganz bewusst um Reduktion, Herkunft und Zeit – Weine, die ohne Effekte entstehen und das Collio unverstellt zeigen. Die Trauben stammen aus den eigenen, vollständig begrünten Weinbergen in den besten Lagen des Collio, auf der typischen Ponka (Mergel und Sandstein). Bewirtschaftet wird mit größtem Respekt vor der Natur, ohne Herbizide, mit viel Handarbeit und sehr niedrigen Erträgen. Die Lese und Selektion erfolgen ausschließlich manuell. Im Keller verfolgt Miklus einen hands-off-Ansatz: spontane Vergärung, minimaler Eingriff, Fokus auf Präzision und Ausdruck statt Technik. Die Weine sind ruhig, strukturiert und mineralisch, getragen von Frische, Tiefe und Herkunft. Die Miklus-Weine stehen damit für eine klare, zeitlose Naturwein-Interpretation des Collio – reduziert, ernsthaft und kompromisslos dem Terroir verpflichtet.

Draga/ Miklus
Italien / Piemont
Morra Gabrielle

Morra Gabriele (ehemals Pautasso Vini) ist ein traditionsreiches Weingut in der Langhe mit Wurzeln bis ins Jahr 1880. Seit 2013 wird es von Gabriele Testa und Stefano Campaniello neu belebt – aus Freundschaft entstanden, aus gemeinsamer Haltung gewachsen. Gabriele verantwortet die Arbeit im Weinberg und den Erhalt lebendiger Böden, während Stefano – aus der gehobenen Gastronomie kommend – mit klarem Fokus im Keller arbeitet. Die Weine entstehen aus spontanen Vergärungen, mit langen Fermentationen, Betontanks und gebrauchten Eichenfässern, stets mit dem Ziel, Herkunft und Jahrgang unverstellt zu zeigen. Die Entscheidung für eine naturnahe, kompromisslose Arbeitsweise ist dabei zutiefst persönlich: Stefanos frühere Erfahrungen mit konventionellen Behandlungsmitteln machten einen schonenden Umgang mit Mensch, Boden und Wein zur logischen Konsequenz. Morra Gabriele steht heute für Weine mit Frucht, Energie und Trinkfluss, die Tradition respektieren und zugleich selbstbewusst nach vorne blicken.

Morra Gabrielle
Italien / Kalabrien
Creta Paglia

Creta Paglia ist ein kleines Naturweinprojekt aus San Marco Argentano in Kalabrien, gegründet 2017 von Antonello Canonico nach seinem Ausstieg bei L’Acino. Auf rund 3 Hektar in 600 m Höhe bewirtschaftet er alte Weinberge mit autochthonen Sorten wie Mantonico, Guardavalle und Magliocco, geprägt von starken Tag-Nacht-Unterschieden zwischen Bergen und Meer. Gearbeitet wird biodynamisch und mit minimalem Eingriff – Handlese, spontane Gärung, reduzierter Ausbau. Die Weine sind rau, lebendig und erzählen klar von Herkunft, Höhenlage und Antonellos Mission, Kalabrien wieder ins Licht zu rücken.

Creta Paglia
Ungarn / Somló
Tomcsanyi Pince

Tomcsányi Pince liegt an den westlichen Hängen des Somló, einem markanten vulkanischen Hügel im Westen Ungarns. Was als bewusste Entscheidung der Eltern begann, Land zu bewirtschaften und Wurzeln zu schlagen, wird heute von der nächsten Generation als gemeinsames Familienprojekt weitergeführt – mit dem klaren Gefühl, hier eine Aufgabe und Verantwortung übernommen zu haben. Auf 2,5 Hektar arbeitet das Weingut biologisch und versteht die Weinberge als lebendigen Garten: Reben stehen im Gleichgewicht mit Insekten, Vögeln, Bäumen und Kräutern. Gespritzt wird nur minimal mit Schwefel, Kupfer, Orangenöl und Kräutertees, stets im Rhythmus der Jahreszeiten und mit genauer Beobachtung der Bedürfnisse jeder Parzelle. Im Keller gilt ein kompromissloser Hands-off-Ansatz: spontane Vergärung ohne Eingriffe, Ausbau in Holzfässern und Amphoren, lange Lagerung auf der Hefe. Die Weine werden unfiltriert, ungeschönt und in den letzten Jahren ohne zugesetzten Schwefel abgefüllt. Jeder Jahrgang ist für Tomcsányi Pince ein Lernprozess – und jede Flasche ein ehrlicher Ausdruck von Somló, vom Basaltboden, von der Rebe und von der Handschrift der Menschen dahinter.

Tomcsanyi Pince
Georgien / Imeretien
Baia's Wine 1000

Baia’s Wine ist ein junges, familiengeführtes Weingut aus Obcha in der westgeorgischen Region Imereti, getragen von Baia Abuladze und ihren Geschwistern Gvantsa und Giorgi. Auf einer drei Generationen umfassenden Weinbautradition aufbauend, gründete Baia 2015 offiziell ihr eigenes Projekt mit klarem Fokus auf biologischen Anbau und traditionelle Qvevri-Weinbereitung. Die Weine entstehen ausschließlich aus autochtone Rebsorten wie Tsolikouri, Tsitska, Krakhuna, Aladasturi und Otskhanuri Sapere, gelesen von familieneigenen Weinbergen. Vergoren wird spontan mit Naturhefen, mit längeren Maischestandzeiten nach imeretischem Stil und sehr behutsamem Ausbau – jede Qvevri wird individuell begleitet. Das kühle Mikroklima rund um Obcha, nächtliche Luftströmungen aus den Bergen und kalkhaltige Alluvialböden verleihen den Weinen Frische, Balance und klare Herkunft. Baia’s Wine steht für eine neue Generation georgischer Winzer:innen: traditionsbewusst, präzise und kompromisslos handwerklich.

Baia's Wine 1000
Georgien / Imeretien
Zurab Gvaladze

Zurab Gvaladze Winery ist ein familiengeführtes Weingut in Obcha (Bagdati, Imereti) und steht für eine stille, präzise Interpretation westgeorgischer Weintradition. Zurab Gvaladze stammt aus einer Winzerfamilie; sein Vater arbeitete als Agronom, die familieneigenen Weinberge sind rund 35 Jahre alt. Die Weine werden traditionell in Qvevri vergoren, jedoch ohne Maischekontakt, und anschließend in Edelstahltanks ausgebaut. Dieser bewusste Verzicht auf Schalenkontakt verbindet georgische Technik mit einer klaren, reduzierten Stilistik und rückt Frische, Textur und Sortencharakter in den Vordergrund. Im Mittelpunkt stehen die autochthonen Rebsorten Tsitska und Tsolikouri. Tsitska bringt lebendige, säurebetonte Weine mit feiner Frucht und Spannung hervor, während Tsolikouri strukturierte, körperreiche Weißweine mit Reifepotenzial liefert. Zurab Gvaladzes Weine sind ruhig, präzise und zeigen die elegante Seite Imeretis – geprägt von Herkunft, Erfahrung und bewusstem Maßhalten im Keller.

Zurab Gvaladze
Georgien/ Kachetien
Ugly Fellas

Ugly Fellas’ Wine ist ein kleines, freundschaftlich geprägtes Naturweinprojekt aus Kachetien, Georgien. Initiiert wurde es vom Ornithologen und Winzer Giorgi Rajebashvili, der seinen ersten Rkatsiteli nach dem Pirol benannte – in Georgien als Bicho-Gogia bekannt, ein vertrauter Frühlingsbote der Region. Gemeinsam mit seinen Freunden Sandro Adamia und Irakli Evdoshvili entstand in Kvemo Khodasheni schließlich die Idee zu Ugly Fellas’ Wine. Im Mittelpunkt stehen autochtone Rebsorten wie Rkatsiteli, Kisi, Mtsvane, Khikhvi und Saperavi, die mit großer Leichtigkeit und Respekt vor der Tradition vinifiziert werden. Die Weine sind Ausdruck von Freundschaft, Lebensfreude und georgischer Wein­kultur – spontan vergoren, lebendig, ungeschminkt und klar in ihrer Herkunft.

Ugly Fellas
Georgien / Kachetien
Blui's Wine

Bluis Wines ist ein kleines Naturweinprojekt aus Akura im Telavi-Distrikt, im Herzen von Kachetien, Georgien. Zum Weingut gehören zwei kleine Weinberge von jeweils rund 0,5 Hektar, die ausschließlich mit natürlichen Präparaten bewirtschaftet werden. Im Keller wird konsequent traditionell in Qvevri gearbeitet: spontane Vergärung, lange Maischestandzeiten und ein Ausbau, der den natürlichen Prozessen Raum lässt. Alle Weine entstehen ohne technische Eingriffe und folgen der klassischen georgischen Methode – pur, lebendig und klar in ihrer Herkunft verwurzelt.

Blui's Wine
Frankreich / Haute-Savoie
Domaine du Gringet

Die Domaine du Gringet liegt in Ayze am alpinen Rand der Haute-Savoie, zwischen Genf und Annecy, und führt das Erbe des legendären Domaine Belluard weiter. Nach dem Tod von Dominique Belluard begann 2021 ein neues Kapitel, getragen von einem engagierten Team um Vincent Ruiz, Franck Balthazar und Miguel Sarzier, mit dem klaren Ziel, die einzigartige Identität der Rebsorte Gringet zu bewahren und weiterzuentwickeln. Der Fokus liegt heute auf präzisen, terroirbetonten Stillweinen, geprägt von den kargen, alpinen Lagen. Im Weinberg wird zunehmend biologisch und regenerativ gearbeitet, mit besonderer Aufmerksamkeit für lebendige Böden und eine respektvolle Bewirtschaftung. Im Keller folgt ein minimalistischer Ansatz: schonende Pressung, spontane Vergärung, Ausbau auf der Hefe in neutralen Gefäßen wie Beton oder Keramik und sehr zurückhaltender Schwefeleinsatz. Die Weine zeigen Klarheit, Spannung und mineralische Frische – ein stiller, kraftvoller Ausdruck der Alpen und eine der eigenständigsten Stimmen der modernen Savoie.

Domaine du Gringet
Frankreich / Languedoc
Domaine de Rapatel

Die Domaine de Rapatel liegt südlich von Nîmes, am Rand der Camargue, und ist seit 1905 im Familienbesitz. Heute prägt Gérard Eyraud das Gut – eine unabhängige, charismatische Persönlichkeit, tief verwurzelt in der Landschaft und Kultur des Languedoc. Bewirtschaftet werden heute rund 15–30 Hektar (je nach Parzellenstand) auf sehr heterogenen Böden aus Kieseln, Kalk, Ton und Gneis, mit überwiegend 30–60 Jahre alten Reben und extrem niedrigen Erträgen von etwa 20 hl/ha. Im Weinberg arbeitet Eyraud konsequent biologisch, ohne Pestizide oder Kunstdünger, stattdessen mit pflanzlichen Präparaten, Schafbeweidung und viel Handarbeit. Gelesen wird ausschließlich von Hand, jede Parzelle separat. Im Keller gilt ein radikal hands-off Ansatz: spontane Vergärung, kein Holz, kein Filtern, keine Zusätze. Die Weine reifen mehrere Jahre in Beton- und großen Fiberglastanks, teils sehr lange, bevor sie abgefüllt werden – erst dann, wenn sie ihre natürliche Balance gefunden haben. Das Ergebnis sind reife, lebendige, eigenständige Weine, die Sonne, Wind und Widerstandskraft der Camargue ebenso widerspiegeln wie Gérards kompromisslose Haltung.

Domaine de Rapatel
Deutschland / Franken
Simon Haag

Simon Haag tauschte die Windenergie gegen Weinberge und kehrte nach Franken zurück, um die Dinge neu zu gestalten: Bio-Umstellung, neue Reben, eigene Weine statt Genossenschaft. Mit minimalen Eingriffen lässt er die Trauben sprechen. Seine Weine? Ehrlich, authentisch, geprägt von Boden und Jahreszeit. Jede Flasche erzählt ihre eigene Geschichte – ein kultureller Schatz, der zeigt, was passiert, wenn Natur und Leidenschaft zusammenkommen.

Simon Haag
Deutschland /. Pfalz
Leiner

Das Weingut Leiner ist ein Familienweingut und wurde 1974 von meinem Vater Jürgen gegründet. Ich kam 2000 in den Betrieb und legte damals bereits den Grundstein für unsere eigene Tradition als biologisch arbeitender Betrieb. Verankert in der präzisen Beobachtung des kleinteiligen Fleckchens Natur rings um die Kleine Kalmit, war die fortlaufende Entwicklung zur biodynamischen Bewirtschaftung die logische Konsequenz unseres Handelns. Seit 2005 arbeiten wir zertifiziert ökologisch und dank unserer impulsgebenden Arbeit für den biologisch-dynamischen Weinbau erhielten wir 2011 ohne Umstellungsphase die Demeter-Zertifizierung. Darüber hinaus sind wir seit 2020 Mitglied der internationalen Gemeinschaft anthroposophisch-biodynamisch arbeitender Betriebe „Respekt“. Unser Fokus liegt auf regionalen Sorten Riesling und Burgunder. Treten Sie in Kontakt, wir freuen uns auf Sie!

Leiner
Slowenien / Medana
Klinec

Klinec ist ein traditionsreiches Familienweingut in Medana, im Herzen von Goriška Brda (Slowenien), das seit 1918 Weinbau betreibt. Die rund 6 Hektar großen, terrassierten Weinberge liegen auf klassischem Flyschboden (Mergel und Sandstein) und profitieren von mediterranem Einfluss, vielen Sonnenstunden und dem Schutz der Julischen Alpen. Im Weinberg arbeitet die Familie Klinec biologisch und regenerativ, ohne Herbizide oder synthetische Mittel. Begrünte Parzellen, eigener Kompost sowie pflanzliche und mineralische Präparate sorgen für lebendige Böden und ein stabiles Ökosystem. Die Lese erfolgt ausschließlich von Hand. Im Keller setzt Klinec auf spontane Vergärung, teils mit längerer Maischestandzeit (5–30 Tage). Der Ausbau erfolgt 2–3 Jahre auf der Feinhefe in traditionellen Holzfässern aus Akazie, Maulbeere, Wildkirsche oder Eiche, bevor die Weine unfiltriert und nur sehr zurückhaltend geschwefelt abgefüllt werden. Das Ergebnis sind tiefgründige, strukturierte Weine mit klarer Herkunft, Eleganz und großer Langlebigkeit – echte Brda-Klassiker mit Naturwein-Seele.

Klinec
Tchechien / Mähren
Ota Ševčík

Vinařství Ota Ševčík ist ein kleines, kompromisslos arbeitendes Weingut im südmährischen Bořetice und zählt zu den prägenden Stimmen des tschechischen Naturwein-Milieus. Ota Ševčík macht seit 1992 eigenen Wein und ist Mitbegründer der Autentisté, einer Winzervereinigung aus Tschechien und der Slowakei, die für Herkunft, Handwerk und minimale Eingriffe steht. Das Weingut bewirtschaftet rund 2–2,5 Hektar in den Lagen Kraví hora und Čtvrtě, ausschließlich biologisch. Die teils sehr alten Reben (bis über 70 Jahre) wurzeln in kalk- und magnesiumreichen Böden aus Löss, Ton und Sand, was den Weinen Tiefe, Spannung und Struktur verleiht. Ota arbeitet konsequent von der einzelnen Rebe aus gedacht: sorgfältige Handarbeit im Weinberg, ausschließlich Handlese, möglichst wenig Eingriffe. Im Keller wird der Ansatz fortgeführt: spontane Vergärung, lange Reifezeiten (mindestens ca. 10 Monate) in Eichen- und Akazienfässern, keine Schönung, keine Filtration, nur minimaler Schwefeleinsatz. Die Weine sind präzise, ruhig und langlebig – mit einer fast burgundischen Klarheit – und erzählen unverfälscht von Terroir, Jahrgang und der Haltung ihres Winzers.

Ota Ševčík
Italien / Venetien
Tenuta l‘Armonia

Tenuta l’Armonia steht für handwerkliche Freiheit, Experimentierfreude und Weine mit Persönlichkeit. Hinter dem Projekt steht Andrea, Autodidakt und Visionär, der sein Wissen auf Reisen und bei prägenden Stationen bei herausragenden Winzer:innen in Italien und Frankreich gesammelt hat. Aus dieser Erfahrung entstand seine Überzeugung, dass Cuvées und Blends der beste Weg sind, um Tiefe, Balance und Charakter zu schaffen – deshalb bezeichnet er sich selbst gern als „Chef des Weins“. Die Weine entstehen ohne Standardisierung, sondern aus lebendigen Trauben und feinen alchemistischen Entscheidungen. Vergoren wird spontan, ohne Reinzuchthefen, ohne Schönungen oder Stabilisatoren, mit minimalem Schwefeleinsatz nur wenn nötig. Der Ausbau erfolgt experimentell in toskanischen Amphoren, großen Holzfässern, Beton und Zement, oft in limitierten Editionen. Tenuta l’Armonia versteht Wein als etwas Lebendiges: wandelbar, reifend, nie gleich – getragen von freiem Denken, Teamarbeit und einer klaren biologisch-regenerativen Haltung.

Tenuta l‘Armonia

Cantina

FAQ

Ja, wir planen einen Verkauf an der Tageskasse. Die Tickets sind dort jedoch traditionell teurer. Wer früher kauft, sichert sich den besseren Preis.

Nein. Neugier reicht.

Ja. Pfand 5 €, rückerstattet bei unbeschädigter Rückgabe.

Etwa 0,02 l – ideal für viele unterschiedliche Verkostungen.

Ja.

Leider nein – in der Kirche sind Tiere nicht gestattet.

Ja. In der Cantina gibt es eine vielfältige Auswahl.

Ja. Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt, wenn sie von einem Erwachsenen begleitet werden.

Ja. Über unseren Gluck Gluck Onlineshop könnt ihr Flaschen direkt bestellen . Wir liefern bequem zu euch nach Hause.

Ab 18 Jahren.

Ja. Die Cantina bietet Speisen an.

ÖPNV:
6 Bushaltestellen in unmittelbarer Nähe (Buslinien 3, 15, 115, 183, 20, 25)
3 Minuten Fußweg zur S-Bahn Station Holstenstraße (Linien S2, S5)
3 Minuten Bus-Fahrtweg zur S-Bahn Station Altona (Linien S1, S2, S3)
3 Fernbahnhöfe in der Nähe (Altona, Dammtor/Messe, Hauptbahnhof)
10 bzw. 20 Minuten Fahrtweg zu den Autobahnen A7 (B 431) und A1 (B4, B75)

Auto:
Ein Parkhaus gibt es am Theater »Neue Flora« an der Stresemannstraße, direkt am S-Bahnhof Holstenstraße. Um die Kirche herum ist Anwohnerparken eingerichtet.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist für uns kein Modewort, sondern Mission, Freude und Selbstverständnis. Was für die angebotenen Genussmittel gilt, ist auch für die verwendeten Materialien der Ausstattung der Anspruch. Fast alles hatte schon mal ein anderes Leben und wurde mit Idee und Liebe aufgearbeitet wie die stylischen Messestände, welche ursprünglich schnöde Kaufhausmöbel waren. Oder es geht wieder in den Kreislauf über, wie in der Cantina, wo wir konsequent mit Mehrweg arbeiten. Verantwortlich für all das sind jetzt und heute unsere Freund:innen von morgen.

Kontakt

Fragen, Anregungen oder Interesse an einer Teilnahme als Winzer*in? Wir freuen uns über jede Nachricht und melden uns schnellstmöglich zurück.

GLUCK GLUCK Naturweinfest Hamburg

E-Mail: mail@gluckgluck-naturwein.de

Instagram: @gluckgluck.naturwein

Veranstalter

Tranquillo Handelsgesellschaft mbH

Waidmannstraße 12c

22769 Hamburg

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